Ribeira Quente auf Sao Miguel

Ribeira Quente ist ein altes Fischerdorf. Der Ort ist jedoch in zwei Teile geteilt: die Siedlung an der Mündung des Ribeira Quente und eine zweite, weiter westlich gelegene Siedlung.
Der östliche Teil liegt an der Flussmündung am Meer. Der Ribeira Quente bringt das schwefelhaltige Wasser der heißen Quellen von Furnas. Daher der Name (ribeira quente = warmer Fluss).
Der westliche Teil rund um die Kirche erstreckt sich nach Westen bis zum schönen Badestrand.

Schon der sieben Kilometer lange Abstieg ist spannend und führt durch dichtes Waldgebiet mit zwei Tunnels und einigen Wasserfällen. Linker Hand liegt im unteren Teil auch ein Wasserkraftwerk.

Etwa 800 Menschen leben hier. Ein Großteil von ihnen lebt vom Fischfang. Im Hafen ist deshalb immer etwas los. Er ist einer der wichtigsten Häfen der Insel. Die gesamte Seepromenade wurde neu gebaut und befestigt und schützt die Häuser nun zuverlässig vor den Launen des Meeres.

Der an sich kleine Bach Ribeira Quente kann nach starken Regenfällen zu einem reißenden Strom anschwellen.
Sein wahres Gesicht zeigte der sonst so friedliche Bach zuletzt am 21. Oktober 1997, als bei einem heftigen Unwetter mit Niederschlägen von über 100 l/m² 29 Menschen ums Leben kamen. Eine Schlammlawine wälzte sich durch das Tal und anschließend durch die Ortschaft Ribeire Quente. Viele Häuser wurden zerstört, ein Großteil der Fischerboote zerschellte am Ufer. Der Ort war praktisch über Nacht verschwunden. Die Bilder der Tragödie gingen um die Welt.

Noch heute sind die Schneisen in den Wäldern zu sehen. Doch Ribeira Quente wurde wieder aufgebaut. Seither hat sich der Küstenabschnitt des Ortes stark verändert. Das Ufer wurde befestigt und ein riesiger Damm schützt den Ort nun vor einer erneuten Flutkatastrophe. Die Lücke, die der Erdrutsch hinterlassen hat, wird aber sicher noch viele Jahre als natürliches Mahnmal bestehen bleiben.

Baden kann man auch im kleinen Ort Ribeira Quente: Folgt man der langgezogenen Uferstraße nach Westen, gelangt man zur Bucht Praia do Fogo. Im Sommer findet man hier einen schönen, feinen Sandstrand. Im Winterhalbjahr findet man hier nur ein paar Steine. Der Atlantik ist hier ein paar Grad wärmer, weil heiße Quellen unter der Meeresoberfläche das Wasser etwas erwärmen. Jeder im Ort kann einem die besten Badestellen zeigen.

Nicht im offiziellen Unterkunftsverzeichnis aufgeführt ist ein halblegaler Campingplatz in der Nähe der Casa dos Moinhos Artesanato. Es ist eigentlich nur eine Wiese mit Wasserhahn und Feuerstelle.

Praia do Fogo: schöner Sandstrand mit heißen Quellen.

Busverbindung nach Furnas, nach Povoacao.




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