Vor Lajes liegt der große Flughafen von Terceira. Er teilt den Ort mit seinen 3.700 Einwohnern in einen amerikanischen (Stadtteil Santa Rita) und einen einheimischen Teil.
Lajes (Platten) hat seinen Namen von den Steinbrüchen, die hier früher in großer Zahl betrieben wurden.
Die Amerikaner haben hier mit dem Flughafen und ihrer US-Basis die ganze Region geprägt und für eine entsprechende Infrastruktur und Sportangebote gesorgt. Sogar Baseball wird hier gespielt. Der Ort ist also ganz untypisch für die Azoren. Das Militärgelände mit all seinen Unterkünften und Infrastruktureinrichtungen auf dem östlichen Hügel ist weitgehend abgesperrt und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Das eigentliche Zentrum von Lajes befindet sich auf der Westseite des Flughafens.
Hier befindet sich auch die Kirche Igreja de Sao Miguel Arcanjo. Die dreischiffige Kirche wurde 1564 erbaut und seitdem mehrfach umgebaut. Sie beherbergt einige schöne Azulejos.
Davor steht seit 1916 die kleine, aber feine Heilig-Geist-Kapelle.
Auf der Serra de Santiago steht die Igreja de Nossa Senhora do Ar, die 1953 geweiht wurde.
Aus dem 19. Jahrhundert stammt die Ermida de Nossa Senhora dos Remedios.
Die Casa do Espanhol stammt aus dem 17. Sie erinnert noch heute an die Zeit der spanischen Besetzung.
Lajes ist wegen des nahegelegenen Flughafens mit seinem Lärm und Kerosin nicht der beste Urlaubsort auf Terceira. Dennoch ist die Region wettersicher und verkehrstechnisch sehr gut erschlossen.
Der Flughafen wurde um 1940 von den Portugiesen gebaut. Später wurde er während des 2. Weltkrieges Stützpunkt der englischen Royal Air Force. Den Engländern folgten die Amerikaner, die hier in Lajes noch heute eine US-Basis betreiben.
Auf die Amerikaner gehen zahlreiche Einrichtungen zurück: Radarstation, Stromversorgung, Kneipen, Büros, Wetterdienst, Radio und Fernsehen, Sporthallen, Wohnviertel, Theater, Kino, Sportanlagen, Schwimmbad, Krankenhaus und sogar eine Bibliothek. Große Teile des Geländes östlich des Flughafens sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

