Caldeira da Serra de Santa Barbara auf Terceira

Die Caldeira de Santa Barbara gehört zum gleichnamigen Vulkan, den man mit dem Auto bis zum Gipfel auf 1.021 m befahren kann.

Vom 1.021 m hohen Gipfel hat man vom Miradouro da Serra de Santa Barbara einen herrlichen Rundblick. Er ist gleichzeitig der höchste Punkt der Insel Terceira.
Auch die Nachbarinseln São Jorge, Pico und Graciosa sind am Horizont zu sehen. Allerdings ist der Gipfel oft in Wolken gehüllt.

Das Vulkanmassiv hat einst den gesamten westlichen Teil der Insel Terceira geformt. Er hat einen Durchmesser von etwa 8,5 km.

Der Krater ist flach und hat einen Durchmesser von ca. 2 km bei einer Tiefe von ca. 150 m. An mehreren Stellen ragen kleinere Vulkankegel heraus. Der Kraterboden liegt mit 831 m deutlich unter dem Kraterrand.
Im nordöstlichen Teil des Kraters liegt die kleine ovale Lagoa Negra, die vor allem im Winter von vielen Zugvögeln zwischen Europa und Amerika aufgesucht wird.

Den nördlichen Rand markiert der 829 m hohe Pico Rachado.

Vier kleinere Vulkankegel bilden östlich des eigentlichen Vulkanmassivs das Gebiet der Misterios Negros. Sie entstanden zum Teil erst bei der Eruption am 17. April 1761, weshalb das Gebiet heute noch spärlich bewachsen ist.

Um den Vulkan Santa Barbara herum erhebt sich auf der Südwestseite der Höhenzug Serra de Santa Barbara. Hier stehen einige Radioantennen.
Der Vulkan war zuletzt in den Jahren 1761 und 1867 aktiv. Damals floss die Lava bis in die Ortschaft Serreta.

Das gesamte 1.100 Hektar große Gebiet um den Gipfel des Santa Barbara mit Kessel, Pico Rachado, Misterios Negros und Lagoa do Negro ist als Naturschutzgebiet Reserva Florestal Natural da Serra de Santa Barbara e Misterios Negros ausgewiesen.

Das Gebiet ist jedoch häufig in Nebel gehüllt. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 3.000 mm und die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit bei 98%. Die Temperaturen schwanken zwischen 3°C im Winter und 22,6°C im Sommer. Der Wind weht häufig über das Hochland.




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