Sao Sebastiao zählt heute etwa 2.400 Einwohner und ist eine der ältesten Siedlungen auf der Insel Terceira. Rund um den Ort leben noch viele Menschen von Landwirtschaft und Viehzucht.
Am 23. März 1503 wurde Sao Sebastiao zur Vila erhoben.
Das Zentrum wird unverkennbar von der Praca da Vila de Sao Sebastiao mit einem Denkmal für die Schlacht von Salga geprägt.
Gut erhalten ist auch die Kirche Igreja Matriz de Sao Sebastiao. Ihr genaues Erbauungsdatum ist nicht bekannt, aber eine Jahreszahl am Hauptportal weist auf das Jahr 1455 hin, auf jeden Fall wurde sie von den ersten Siedlern im 15. Nach einem Brand im Jahr 1779 musste sie größtenteils wieder aufgebaut werden. 2009 wurde sie renoviert. Aus dieser Zeit stammt auch das prächtige Hauptportal. Die Kirche ist ein Paradebeispiel gotischer Architektur auf den Azoren. Die Fassade wird von den gotischen Portalen und der Fensterrose geprägt. Besonders sehenswert sind die Fresken. Sie wurden 1935 bei Renovierungsarbeiten unter Joaquim Esteves entdeckt und freigelegt und sind einzigartig auf den Azoren. Sehenswert sind auch die kunstvollen Steinmetzarbeiten an der Decke.
Die Kirche besteht aus drei Schiffen, die durch sechs Bögen unterteilt sind. In den Kapellen befinden sich die Heiligenfiguren der Nossa Senhora da Conceicao, des Senhor dos Passos und des Senhor Jesus do Bom Fim e Almas.
Aus schwerem Stein ist der Brunnen Chafariz de Sao Sebastiao. Er wurde 1824 errichtet und ist einer der kunstvollsten Brunnen auf Terceira.
An der Praca de Sao Sebastiao befindet sich auch der Imperio da Praca de Sao Sebastiao. Sie wurde 1918 errichtet.
Klein und schlicht ist die Ermida Nossa Senhora da Graca. Sie steht seit 1522.
Aus dem Jahr 1568 stammt die Ermida de Santa Ana an der Rochao da Fonte. Sie wurde für Joao Fernandes dos Fenais und seine Frau Maria Fernandes Corte-Real errichtet.
Eine weitere Kapelle ist die Ermida Sao Joao Baptista in Porto Novo aus dem Jahr 1735.
Ein kleines Denkmal mit Kreuz erinnert an das Mädchen Maria Vieira. Es ist heute vor allem eine Gedenkstätte für die Bewohner des Ortes.
Eine kleine Straße führt hinunter zum Meer zur Ponta das Contendas. Die Landspitze steht heute auf einer Fläche von 93 ha unter besonderem Schutz. Von den rund 650 Vogelarten, die es in Europa gibt, zieht etwa die Hälfte auch über die Azoren. Deshalb wurden, wie hier an der Landspitze Contendas, spezielle Schutzzonen eingerichtet. Zwei besonders geschützte Arten sind auch hier der Cagarro und der Garajau.
Auf dem Weg zur Landspitze Ponta das Contendas (Landschaftsschutzgebiet und wichtiges Vogelbrutgebiet) mit dem weithin sichtbaren Leuchtturm kommt man an der Bucht Baia das Salgueiros vorbei, wo man an einer Badestelle ins Meer steigen kann. Zur Erholung sind hier am Rastplatz Os Salgueiros auch einige Grillstellen eingerichtet.
Busverbindung nach Angra do Heroismo und Praia da Vitoria.

