Cinco Ribeiras auf Terceira

Knapp 700 Einwohner leben in und um das Dorf Cinco Ribeiras. Die weiß gestrichenen Häuser sollen typisch für die Auswanderer aus der Algarve sein.

Ursprünglich gehörte der Ort zum Nachbarort Santa Barbara. Seit dem 11. Juni 1866 ist Cinco Ribeiras unabhängig.

Der Ort wurde durch das Erdbeben von 1980 stark zerstört.

Im 17. Jahrhundert wurde die kleine Jesuitenkapelle Ermida de Nossa Senhora do Pilar erbaut. Bis 1840 wurde hier die Messe gelesen. Die ständig wachsende Bevölkerung machte einen Neubau unumgänglich. Heute ist die Pfarrkirche die Igreja de Nossa Senhora do Pilar. Sie gehört zum Bistum Angra. Für ihren Bau wurde die alte Ermida abgerissen und das Baumaterial wiederverwendet. Die Kirche wurde am 14. August 1872 eingeweiht. Auf dem 1892 angebauten Glockenturm mit der Uhr prangt stolz der Wetterhahn.

Am Largo da Igreja befindet sich auch der Imperio das Cinco Ribeiras. Sie wurde 1886 erbaut.

Auf dem Platz unterhalb der Kirche steht auch der Brunnen Chafariz das Cinco Ribeiras, umgeben von einem kleinen ovalen Becken. Er liefert noch heute Trinkwasser. Der Brunnen mit seiner runden Form befand sich früher am Mädchengymnasium. Um 1890 wurde er an seinen heutigen Platz versetzt.

Sehenswert ist das kleine ethnographische Museum am Ortseingang. Das Casa Eco-Museu Dr. Marcelino Moules zeigt das typische Leben und Bauen vor dem Erdbeben von 1980. Das Haus selbst stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde für die Einrichtung des Museums renoviert. Es gehörte dem Arzt Dr. Marcelino Moules. Das Museum besteht heute aus drei Teilen. Im Haupthaus befindet sich eine traditionelle Küche mit Brotbackofen. In der Remise steht ein Ochsenkarren neben alten landwirtschaftlichen Geräten. Die Gebäudeflügel gruppieren sich um einen Innenhof. Abseits davon befinden sich ein Schweinestall, ein Hühnerhof und ein Kräutergarten. Besucher können die “Atafona” besichtigen, eine Mühle, die von Hand oder mit Pferdekraft betrieben wird. Eine Fotoausstellung von Jose Orlando Bretao aus dem Jahr vor dem Erdbeben 1980 ist Teil des Museums.

In einer Seitenstraße liegt die Käserei Queijo Vaquinha. Besichtigung möglich.

Ein Weg führt hinunter zur Ponta das Cinco mit der sehenswerten kleinen Kapelle und dem östlich davon gelegenen Porto das Cinco Ribeiras mit der Badestelle. Der alte Fischerhafen liegt etwas versteckt hinter Felsen. Die Boote werden über eine Rampe an Land gezogen. Von dem Fort, das hier einst stand, ist nichts mehr zu sehen.

Anlegestellen im Hafen an der Ponta das Cinco

Busverbindung nach Angra und Biscoitos.




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