Sao Mateus da Calheta auf Terceira

São Mateus ist ein altes Fischerdorf. Die Gemeinde wurde im Jahre 1560 gegründet.
Die meisten der rund 3.300 Einwohner leben heute vom Fischfang und der Viehzucht.

Am 28. August 1893 zerstörte ein schwerer Hurrikan große Teile des Ortes.

Über dem Ort thront die Kirche Igreja de Sao Mateus aus dem Jahr 1911, deren Grundstein am 21. September 1895 gelegt wurde.

gelegt, aber erst am 4. Juni 1911 konnte sie geweiht werden. Immerhin hat sie stolze sieben Altäre. Im Inneren befinden sich Bildnisse des Sao Mateus und der Jungfrau. Sie wurden im 17. Jahrhundert von Meistern aus Angra geschaffen. Die Kirche gehört zum Bistum Angra.

Von der ersten Kirche Igreja Velha am Meer zwischen den Buchten Terreiro und Negrito sind nur noch Mauerreste erhalten. Sie war bis zur Eröffnung der neuen Kirche im Zentrum die Pfarrkirche der Gemeinde. Sie war auch die erste Kirche, an der die Schiffe auf dem Rückweg von Indien nach Angra vorbeifuhren. Die stürmische See hat der Kirche inzwischen stark zugesetzt.

Die Ermida da Nossa Senhora da Luz an der Canada da Luz stammt aus dem Jahr 1888. Im Glockengiebel hängt nur eine Glocke. Die Fassade wirkt eher schlicht. Die Holzstatue der Nossa Senhora da Luz im Inneren stammt aus dem 16.

1860 wurde am Caminho do Meio der Imperio do Cantinho de Sao Mateus mit seiner grünweißen Fassade errichtet.

Der Imperio do Terreiro ist der zweite Heilig-Geist-Tempel von Sao Mateus. Er wurde 1873 erbaut.

In und um Sao Mateus gibt es eine ganze Reihe kleiner Kapellen. Sie spiegeln die Religiosität und Frömmigkeit der lokalen Bevölkerung wider.
Dazu gehören die Ermida da Nossa Senhora da Candelaria, die Ermida da Sao Tomas da Vila Nova, die Ermida da Nossa Senhora das Merces, die Ermida da Santo Antonio dos Milagres, die Ermida da Sao Joao Baptista, die Ermida da Sao Diogo, die Ermida da Sao Francisco das Almas und die Ermida da Sao Vicente aus dem Jahr 1721.

Die Küste um Angra war immer von Piraten bedroht. Daher wurden ab dem 16. Jahrhundert zahlreiche Festungen errichtet.
Ein Großteil davon – darunter das Forte do Terreiro, das Forte da Igreja und das Forte da Mare – existiert heute nicht mehr.

Reste des Forte do Negrito aus dem Jahr 1581 befinden sich westlich des eigentlichen Ortskerns. Es war Teil des Verteidigungswalls an der Südküste von Terceira. Fünf Kanoniere und zwanzig Soldaten waren hier stationiert. Im 19. Jahrhundert wurde die Anlage stark verändert. Heute ragen nur noch fünf Schießscharten aus dem Wall. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Festung bewohnt. Seit 1998 nutzt das Museu de Angra do Heroismo die Festung als Ausstellungsraum. Die Räume sind von Mai bis September geöffnet. Neben wechselnden Ausstellungen wird auch über den Walfang informiert.

Die alte Walfangfabrik in Porto Negrito in der Nähe des Forte do Negrito ist inzwischen verfallen. Nur noch wenig erinnert an die Blütezeit des Walfangs in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts, als in Sao Mateus noch die Walfänger ein und aus gingen. Inzwischen wurde die Mole für Schwimmer umgebaut. Die Felsen bilden ein natürliches Schwimmbecken.

Am frühen Abend kehren die Fischer vom Meer zurück und der inzwischen erweiterte Fischerhafen unterhalb der Hauptkirche wird zum gesellschaftlichen Mittelpunkt. Abends findet man den Fang der vergangenen Nacht auf den Tellern der ausgezeichneten Fischrestaurants wieder. Der Hafen hat zwei Becken, von denen das westliche von den Fischern genutzt wird. Im Hafen gibt es auch eine Tankstelle.

Die Mauern des Forte Grande de Sao Mateus stehen noch. Sie sind hinter dem Fischerhafen zu sehen. Die Festung wurde ebenfalls 1581 erbaut. Sie diente vor allem dem Schutz des Hafens von Calheta, einem der wichtigsten Fischerhäfen. Obwohl die Festungsmauern in den Felsen direkt am Meer verankert sind, hat die Anlage bis heute den Launen des Meeres getrotzt.

Schöner Badestrand in Porto Negrito.

Busverbindung nach Angra do Heroismo und Biscoitos.

In der zweiten Augustwoche wird die Festa de Santo Antonio gefeiert.




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