Daten:
Santa Maria ist die südöstlichste und drittkleinste Insel des Archipels.
Santa Maria gehört zusammen mit Sao Miguel zur östlichen Gruppe der Azoren.
Santa Maria Fläche: 97,2 km² West-Ost-Ausdehnung: ca. 15,5 km Nord-Süd-Ausdehnung: ca. 9,8 km Küstenlinie: 63 km Hauptstadt: Vila do Porto, knapp 3.000 Einwohner höchste Erhebung: Pico Alto, 587 m Entfernungen: nach Corvo: 613 km nach Faial: 365 km nach Flores: 607 km nach Graciosa: 346 km nach Pico: 330 km nach Sao Jorge: 322 km nach Sao Miguel: 96 km nach Terceira: 258 km Gliederung: Santa Maria besteht nur aus dem Distrikt Vila do Porto.
Der Kreis Vila do Porto besteht aus den fünf Gemeinden Almagreira, Santa Barbara, Santo Espirito, Sao Pedro und Vila do Porto.
Flächenverteilung:
| Bezirk: | Anschrift: | Fläche (ha): |
| Almagreira | 9580 Almagreira | 1.058 |
| Santa Barbara | 9580 Santa Barbara | 1.542 |
| Santo Espirito | 9580 Santo Espirito | 2.665 |
| Sao Pedro | 9580 Sao Pedro | 1.849 |
| Vila do Porto | 9580 Vila do Porto | 2.604 |
| 97,2 km² |
Santa Maria ist mit rund 16 Millionen Jahren die geologisch älteste Insel der Azoren. Auch sie ist vulkanischen Ursprungs. Ein Großteil der Hügel ist inzwischen abgetragen. Daher ist die Insel insgesamt relativ flach. Als ältester Teil gilt heute der Nordwesten um Anjos. Später folgten in einer zweiten Welle vulkanischer Aktivität die Regionen um den Facho und den Pico Alto sowie die östliche Hälfte.
Auf Santa Maria finden sich sogar Sedimente aus dem Tertiär. Am Hang von Figueiral gibt es einige Fossilien. Die Fossilien in den Sedimentablagerungen werden von den Einheimischen ‚Ossos de Gigantes‘ (Riesenknochen) genannt.
Die Fossilien und Sedimente reichen bis in Höhen von 400 m. Die Insel muss sich also in der Vergangenheit durch tektonische Bewegungen mindestens einmal über den Meeresspiegel gehoben haben. Nur so konnten die Fossilien aus dem Meer in höhere Lagen gelangen. die steile Südküste die steile Südküste Auf Santa Maria lebt es sich im Gegensatz zu den Inseln der Zentralgruppe vergleichsweise sicher. Weit entfernt vom Mittelatlantischen Rücken gibt es keine aktiven Vulkane und auch an das letzte Erdbeben kann sich niemand erinnern.
Einzigartig für die Azoren ist auch das Vorkommen von Lehm auf Santa Maria, eine Folge der Erosion. Der Ton wurde lange Zeit zu den Töpfern auf die benachbarte Insel Sao Miguel exportiert.
Kalk aus der Bucht oder von den Hängen von Figueiral oder Santana wurde verwendet, um die Häuser weiß zu tünchen.
Der Pico Alto teilt die Insel in einen flachen Westen mit einer Ebene, auf der auch der Flughafen liegt, und einen hügeligen Osten mit Waldgebieten.
Die Küste ist von hohen, felsigen Klippen geprägt, die etwa 50 bis 100 m hoch sind.
Tonabbau:
Auf Santa Maria wurde jahrhundertelang Ton abgebaut. Er wurde per Schiff nach Vila Franca do Campo auf der Nachbarinsel Sao Miguel und auch nach Terceira transportiert. Der verwitterte Sand ist durch Eisenverbindungen rotbraun gefärbt.
Höhlen:
Die Höhlen von Pombas und Anjos können mit entsprechender Ausrüstung besichtigt werden.
Formigas:
Neben den neun Inseln gibt es noch die unbewohnten Formigas. Diese kleinen Inseln liegen zwischen Santa Maria und Sao Miguel, ca. 35 km vor der Küste von Santa Maria.
Die kleinen Eilande ragen teilweise nur wenige Meter aus dem Meer und sind alle unbewohnt. Sie gelten als Taucherparadies, auch wenn das Tauchen heute eingeschränkt ist. Denn die Formigas wurden zum Naturschutzgebiet erklärt. Taucher und Angler brauchen jetzt eine Lizenz. Viele Brutvögel nisten hier, und auch unter Wasser ist der Artenreichtum so groß, dass man schon mal einen dicken Fisch an den Haken bekommt. 1995 wurde hier mit einem 480 kg schweren und 4,7 m langen Schwertfisch der „Frauenweltrekord im Schwertfischfang“ aufgestellt.
In der Seefahrt sind die Formigas gefürchtet. So mancher Kapitän hat hier schon Schiffbruch erlitten. Inzwischen markiert hier ein Leuchtturm den Archipel, dessen Lichter nachts auch von Santa Maria aus zu sehen sind.

