Im Zentrum der Insel Santa Maria, am Fuße des Pico Alto, liegt das ruhige Straßendorf Almagreira mit seinen gut 500 Einwohnern.
Erst 1906 wurde die Gemeinde selbstständig. Sie ist damit die jüngste Gemeinde auf Santa Maria.
Zu Almagreira gehören noch die Dörfer Bom Despacho, Canaviais, Carreira und Praia Formosa.
Der Name Almagreira leitet sich von der rötlichen Inselerde almagre (Ocker) ab. Der Boden war reich an Blei, das für die Glasur der Tonwaren verwendet wurde.
Früher gab es hier viele Töpfereien, die unter anderem mit Ton aus dem Barreiro de Fenaca beliefert wurden.
Die schlichte Kirche Igreja Paroquial de Nossa Senhora do Bom Despacho stammt aus dem Jahr 1859 und ersetzte eine kleine Kapelle an dieser Stelle. Erst hundert Jahre später wurde sie geweiht, brannte aber 1985 nieder.
Aber auch hier ist ein Ausflug in die Geschichte möglich: In Almagreira kann man noch einige Mata Mouras entdecken, in denen früher Getreide gelagert und vor Piraten versteckt wurde. Diese unterirdischen Vorratsräume werden auch Höhlen genannt.
Sie wurden mit Steinplatten abgedeckt und sind eine Besonderheit der Insel. Einige Exemplare findet man im Ortsteil Covas an der Hauptstraße, ca. 750 m ab der Kirche an der Hauptstraße Richtung Vila do Porto.
Um Almagreira herum findet man noch einige Überreste von Wind- und Wassermühlen. Sie weisen noch heute darauf hin, dass der Ort früher ein landwirtschaftliches Zentrum war.
Zweimal täglich Busverbindung nach Vila do Porto oder Santo Espirito.
Das Gemeindefest Festa de Nossa Senhora do Bom Despacho wird am letzten Juliwochenende mit einem viertägigen Fest gefeiert.

