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Flora


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Hortensie
Hortensie
 

Die Hortensie ist die Blume der Azoren. Sie gehört zwar nicht zur urtypischen Vegetation, hat sich aber inzwischen in ganzen, übermannshohen Hecken allerorts breit gemacht und ist das Aushängeschild des Archipels. Ihre wahre Pracht in tiefem blau, lila oder auch weiß zeigt sie im Juli und August. Neben den blauen Blütenbällen gibt es auch noch die Art der Tellerhortensie. Das ganze Jahr über schimmern die unterschiedlichsten Farbtüne aus dem tiefen grün. Besonders üppig ist die Pflanzenwelt auf Flores.

Die urspüngliche Vegetation bestand zum Großteil aus Lorbeerwäldern und Baumheiden. Die ersten Siedler haben aber auf allen neun Inseln schnell weite Teile gerodet und in Äcker und Weideland umgewandelt.

Artenreichtum:


Die heutige Flora der Azoren ist artenreich.

Girlandenblume
Girlandenblume
 

Echte ursprünglich heimische Arten findet man aber nur noch an schwer zugänglichen Stellen.
Das Archipel ist ein gigantisches Gewächshaus. Den Pflanzenreichtum verdanken die Azoren und gerade Flores mit der westlichsten Position ihrer Lage. Fast dreiviertel aller heutigen Pflanzenarten wurden auf die Azoren eingeführt. Auf ihrem Weg von Amerika über den großen Teich machten Vögel immer wieder Zwischenstopp auf den neun Inseln. Dabei brachten sie ungewollt auch allerlei Samen mit. In dem idealen, immerfeuchten Klima gedeihen die Samen besonders gut wie in einem natürlichen Gewächshaus. Man muss es nur in den Boden stecken und sich selbst überlassen. Ursprünglich waren die Inseln alle bewaldet. Inzwischen findet man aber mehr Weideflächen, denn mit Vieh läßt sich Geld verdienen und so wurde viel gerodet. Mannshohe Hortensienhecken trennen die Weiden voneinander. Hinzu kommen die in allen Farben blühenden Azaleen, die man gerade im Tal von Furnas auf Sao Miguel besonders üppig antrifft. Eine schöne Blumenpracht bringen auch Agapanten, Girlandenblumen, und Aronlilien hervor. Es gibt auch Kamelien, die zu riesigen,

Azoren-Glockenblume
Azoren-Glockenblume
 

baumgroßen Büschen anwachsen. Lilien, wilde Callas, das Blumenrohr Canna und viele weitere Sommerblüher. Im Frühen Herbst fallen die rosa Belladonna-Lilien auf, die an den Wegrändern wachsen. Einzelne Inseln besitzen ein besonderes Mikroklima, so dass sich auch Bananen, Ananas, Orangen oder Wein gut anbauen lassen.

Das milde, feuchte Klima läßt auch exotische Pflanzen, wie Farne und Palmen wachsen. Über 50 endemische Arten wurden festgestellt. Zu ihnen zählen Wachholder, Heidelbeerbaum, Lorbeer oder Baumheide. Weit verbreitet ist die Japanische Sicheltanne (cryptomeria). Sie fällt schon von weitem auf. Ihr Holz ist besonders beim Bau gefragt. Sie wird daher in größeren Flächen zur Nutzholzgewinnung aufgeforstet. Auch die Andentanne Araukarie findet man häufig. Seltener sind die eher auf den Kanaren anzutreffenden Drachenbäume.

Insgesamt rund 850 verschiedene Farn- und Blütenpflanzen findet man auf den Azoren. 56 davon gelten als endemisch. Die vielen Moose in den höheren Lagen sind ein Indikator für beste Luftverhältnisse. Über 400 Arten hat man bislang festgestellt. Inzwischen gibt es rund 30 Naturschutzgebiete, die einen natürlichen Rückhalt bieten.
Auf Sao Miguel gibt es in Furnas den wohl schönsten Park, Terra Nostra. Es ist eine Oase und Wildnis zugleich. Eine Besonderheit ist der Teeanbau. Auf Sao Miguel findet man in Gorreana die einzigen Teefelder Europas. Sie dienten als wirtschaftlicher Ersatz, als im 19. Jahrhundert die großen Orangenfelder einem Pilz zum Opfer fielen. Bis ins 20. Jahrhundert baute man Tee noch im großen Stil an. Heute wird nur noch für den Eigenbedarf produziert. Von einst 62 Plantagen sind ganze zwei geblieben.

Lebensraumtypisierung:


– Wälder:
Gerade die inneren Steilhänge der Caldeiras sind mit dichten, feuchten Wäldern bedeckt. Hier wachsen Gagel (myrica), Lorbeer (laurus), Wacholder (juniperus) und Myrte (myrsine).

– Küstensaum:
Aan einigen Stellen haben jüngere Lavaströme auch die Küste erreicht und mächtige Blockmeere zurück gelassen.

– Gewässer:
Die Kraterseen sind oft von tiefen Moospolstern (polytrichum) und Beständen der Baumheide (erica azorica) umsäumt.

Artenspektrum:



Immergrüne Bäume und Sträucher:
  Stechpalmengewächse (aquifoliaceae):
    Azoren-Stechpalme
      (ilex perado ssp. azorica, port.: azevinho)
Baum mit glatter grauer Rinde der bis zu 5m hoch wird. Die Blätter sind dunkel und glänzend. Wächst meist erst oberhalb 500m als Hauptvertreter des Laurisilva-Waldgürtels als Solitärpflanze oder in Baumgruppen. Wurde früher von den Bauern als Winterfutter verwertet. Auf allen Insel außer Graciosa zu finden.
  Efeugewächse (araliaceae):
    Kanarischer Efeu
      (hedera helix ssp. canariensis)
Rankende Kletterpflanze. Gelb-Grüne Blüten. In Höhen von 100m bis 1.100m zu finden.
  Geißblattgewächse (caprifoliaceae):
    .
      (viburnum tinus ssp. subcordatum, port.: folhado)
Immergrüner Busch mit ovalen Blättern. Im Frühjahr weisse bis zart rosafarbene Blüten. Blaue bis scharze Früchte. In Höhen von 400m bis 900m zu finden. Die Unterart der Azoren hat einen kräftigeren Stamm und glänzende Blätter.
  Zypressengewächse (cupressaceae):
    Kurzblättriger Wacholder
      (juniperus brevifolia, port.: cedro do mato)
Dieser endemische Nadelbaum war einmal der bedeutendste Baum des Laurisilva-Waldgürtels. Er erreicht Stammdurchmesser von bis zu 60cm und wurde daher gerne im Dachstuhl alter Häuser eingesetzt. Heute findet man meist nur noch kleinere Exemplare vor. Die Zweige sind relativ kurz und dicht benadelt. Meist oberhalb 500m bis in Lagen um 1.500m (auf Pico) anzutreffen. Auf allen Inseln beheimatet außer Santa Maria und Graciosa.
  Heidekrautgewächse (ericaceae):
    Immergrüne Scheineller
      (clethra arborea)
Immergrüner Busch der bis zu 8m hoch wird. Bis zu 12cm lange Blätter. Vermutlich aus Madeira nach Sao Miguel eingeführt wo es sich rund um Furnas verbreitet hat.
    Azoren-Glockenheide
      (daboecia azorica)
Bis zu 15cm große Pflanze mit bis zu 8mmm langen Blättern. Glockenförmige rubinrote Blüten. In Höhen ab 500m zu finden. Besonders an den Flanken des Pico verbreitet wo es zusammen mit dem thymus caespititius im Sommer richtige Teppiche bildet. Endemisch.
    Azoren-Heidekraut
      (erica scoparia ssp. azorica, port.: urze)
Kleiner Busch oder Baum mit bis zu 7mm langen Blättern. Rot-braune Blüten. Wächst von Meershöhe bis in Höhen um 2.000m. Meist um 500m in feuchten Lagen anzutreffen. Lange Zeit als Brennholzlieferant oder zum Einzäunen beliebt. Endemisch.
    .
      (vaccinium cylindraceaum, port.: uva da serra)
Bis zu 2m hoher Strauch mit bis zu 5cm langen Blättern. Gelb-grün bis rote Blüten. Sie zählt wegen ihrer Farbigkeit zu den schönsten Pflanzen der Azoren. Kommt oft erst oberhalb 400m vor.
  Wolfsmilchgewächse (euphorbiaceae):
    .
      (euphorbia stygiana)
Bis zu 2m hoher Strauch. Gelb-grüne Blüten. Meist in geschützten, feuchten Regionen anzutreffen. Sehr auffallende Pflanze. Endemisch. Wird von den Bauern als Winterfutter verwertet. Auf allen Insel außer Graciosa zu finden.
  Lorbeergewächse (lauraceae):
    Lorbeerbaum
      (laurus azorica, port.: louro)
Immergrüner Baum mit einer Höhe bis zu 10m. Die Blätter sind dunkel und glänzend und erreichen eine Länge von bis zu 15cm. Sie geben einen starken Duft frei wenn man sie zerreibt. Gelbe Blüten. Bis zu 2cm lange ovale Früchte die von Grün in Schwarz überwechseln wenn sie reif sind. Wächst meist erst oberhalb 500m als Hauptvertreter des Laurisilva-Waldgürtels.
    Indische Persea
      (persea indica, port.: vinhatico)
Immergrüner bis zu 20m hoher Baum. Bis zu 20cm lange, rötliche ovale Blätter. Kleine weisse Blüten. Bis zu 2cm große bläuliche Früchte. Oberhalb 200m zu finden.
  Gagelgewächse (myricaceae):
    Gagelbaum
      (myrica faya, port.: faia)
Immergrüner Strauch bzw. kleiner Baum. Erreicht eine Höhe von bis zu 8m. Die Blätter sind dunkelgrün und an den Rändern oft leicht gezähnt. Männliche und weibliche Blüten findet man auf einem Baum. Die Früchte sind klein und rund. Man findet ihn bis in eine Höhe von rund 700m als Solitärpflanze wie auch im Verbund. Wurde früher als Schutzpflanze für Orangenplantagen benutzt.
  Myrsinengewächse (myrsinaceae):
    afrikanische Myrsine
      (myrsine africana, port.: tamujo)
Immergrüner, niedriger Busch bis zu 1,5m Höhe. Bis zu 2cm lange leicht gezähnte Blätter. Kleine hellbraune Blüten. Winzige bläuliche Früchte. Oberhalb von 400m zu finden.
  Ölbaumgewächse (oleaceae):
    .
      (picconia azorica, port.: pau branco)
Immergrüner Busch oder Baum. Kleine weisse Blüten. In Höhen von 300m bis 600m zu finden. Wurde früher als begehrtes Bauholz verwendet. Endemisch auf den Azoren, allerdings nicht auf Graciosa zu finden.
  Klebsamengewächse (pittosporaceae):
    Krausblättriger Klebsame
      (pittosporum undulatum, port.: incenso)
Kräftiger bis zu 14m hoher Baum. Bis zu 10cm lange dunkelgrüne Blätter. Im Februar glockenförmige helle Blüten. Orangefarbene Früchte mit klebrigem Samen. Aus Australien eingeführt um die Orangenplantagen zu schützen. Heute überall verbreitet, besonders auf Santa Maria und Pico.
  Kreuzdorngewächse (rhamnaceae):
    .
      (frangula azorica, port.: sanguinho)
Grosser Busch mit meist breiter Krone. Blätter bis zu 15cm lang. Gelbliche Blüten. In Höhen um 500m bis 1.000m zu finden. Teil des Laurisilva-Waldgürtels. Auf allen Insel bis auf Corvo und Graciosa zu finden.
  Rosengewächse (rosaceae):
    Portugiesischer Kirschlorbeer
      (prunus lusitanica ssp. azorica, port.: ginja)
Immergrüner Baum der bis zu 4m Höhe erreicht. Dunkelgrüne bis zu 10cm lange Blätter. Weisse Blüten. Kirchähnliche Früchte die im reifen Zustand dunkelrot bis schwarz werden. Oberhalb 500m in abgelegenen Regionen zu finden. Endemisch und selten.
  Nachtschattengewächse (solanaceae):
    Wolliger Nachtschatten
      (solanum mauritianum)
Bis zu 4m hoher Buschbaum. Bis zu 30cm lange Blätter. Blau-violette Blüten. Runde, tiefgelbe Früchte mit einem Durchmesser von bis zu 1,5cm.
  Eisenkrautgewächse (verbenaceae):
    Wandelröschen
      (lantana camara, port.: cambara)
Immergrüner Busch bis 2m Höhe. Bis zu 6cm lange ovale Blätter die am Rand leicht gezähnt sind. Gelb-orange-rote Blüten. Wurde ursprünglich als blühender Gartenbusch aus Amerika importiiert und ist inzwischen verwildert. Für Vieh giftig.
  Mistegewächse (viscaceae):
    Mistel
      (arceuthobium azoricum, port.: espigos de cedro)
Schmarotzende Pflanze die in Nadelbäumen anzutreffen ist. Gelblich-grün gefärbt. Oft schwer unter dem dichten Nadelgrün auszumachen. Meist erst oberhalb 600m angesiedelt.


Kräuterpflanzen:
  Korbblütler (compositae):
    Gelblichweisses Ruhrkraut
      (gnaphalium luteo-album, port.: perpetua-silvestre)
Einjährige Pflanze. Gelb-rote Blüten. Wächst auf sandigem Boden.
    Goldrute
      (solidago sempervirens, port.: cubres)
Fleischige Pflanze. Gelbe Blüten. Wächst in Küstennähe. Vorallem an den Klippen auf Flores anzutreffen. Von Amerika früh auf die Azoren gebracht.
    .
      (tolpis succulenta, port.: visgo)
Mehrjähriges Kraut das bei zunehmendem Alter buschartig wird. Durchschnittliche Höhe um 30cm wird aber auch bis 1m hoch. Saftige Blätter die am Rand leicht gezähnt sind. Gelbe Blüten im Spätsomer. Wächst in Meeresnähe oder an Klippen. Nur an wenigen Stellen zu finden.
  Glockenblumengewächse (campanulacae):
    Azoren-Glockenblume
      (azorina vidalii, port.: vidalia)
Strauchartige Pflanze mit dunkelgrünen glänzenden Blättern. Glockenförmige weisse Blüten. Wächst in Felsspalten in Küstennähe und auf sandigen Böden. Häufig an der Landebahn von Corvo anzutreffen. Auch auf allen anderen Inseln beheimatet, außer Graciosa und Faial.
  Nelkengewächse (caryophyllaceae):
    Aufgeblasenes Leimkraut
      (silene uniflora, port.: bermin)
Mehrjähriges Kraut bis zu 30cm Höhe. Helle Blüten vom Frühjahr bis in den Spätsommer. Weit verbreitet an der Küstenzone. Auch am Gipfel des Pico anzutreffen.
  Süßgräser (graminae):
    Fels-Schwingel
      (festuca petraea, port.: bracel da rocha)
Gras mit bis zu 50cm hohen Blättern. Weiss-grüne Blüten. Wächst an Klippen, auf Lava und auf sandigen Böden. Endemisch.
  Binsengewächse (juncaceae):
    Stechende Binse
      (juncus acutus)
Bis zu 1,5m hoch werdende Pflanze. Rot-braune Blüten. Typische Pflanze der Küstenzone.
  Wegerichgewächse (plantaginaceae):
    Hirschhornwegerich
      (plantago coronopus, port.: dia belha)
Meist als einjährige Pflanze mit fleischigen bis zu 6cm langen Blättern. Winzige gelblich-braune Blüten. An der Küstenzone und an trockenen Zonen anzutreffen.
  Doldengewächse (umbelliferae):
    Meerfenchel
      (crithmum maritimum, port.: perreexil-do-mar)
Niedere buschige Pflanze mit gelblich-grünen Blüten. Gedeiht meist als Solitärpflanze an den Felsen in Meeresnähe.


Im Laurisilva-Waldgürtel und in Höhen oberhalb 400m:
  Glockenblumengewächse (campanulaceae):
    Halskraut
      (trachelium caeruleum)
Mehrjährig, bis 50cm Höhe. An Mauern oder Strassenrändern anzutreffen. Wächst auf Terceira, Sao Miguel und Faial.
  Korbblütler (compositae):
    Spanisches Gänseblümchen
      (erigeron karvinskianus)
Mehrjährige Pflanze mit bis zu 3cm langen Blättern. Weisse bis tiefrote Blüten. Sehr anpassungsfähig und daher weit verbreitet.
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      (leontodonfilii, port.: petalugo menor)
Bis zu 20cm hoch werdendes Kraut mit leicht gezähnten Blättern. Gelbe Blüten. An feuchten Stellen im Lorbeerwald anzutreffen, vereinzelt auch auf Weiden. Meist oberhalb 600m angesiedelt, auf Flores auch tiefer. Auf allen Insel zu finden, ausser Graciosa und Santa Maria. Endemisch.
    .
      (senecio malvifolius, port.: cabaceira, figueira brava)
Mehrjähriges Kraut das bis zu 1,2m hoch wird. Runde bis zu 15cm lange Blätter. Wächst oft unter anderen Sträuchern. Meist blau-weisse Blüten im Sommer. Wächst meist an feuchten, schattigen Plätzen. Auf allen Inseln zu finden ausser Corvo, Flores und Graciosa. Endemisch.
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      (tolpis azorica)
Mehrjähriges Kraut das bis zu 70cm hoch wird. Bis zu 15cm lange Blätter. Wächst am feuchten Boden des Lorbeerwalds meist ab 600m Höhe. Auf alen Insel zu finden ausser Graciosa. Endemisch.
  Kreuzblütler (cruciferae):
    .
      (cardamine caldeirarum)
Bis zu 50cm hohes Kraut. Weisse Blüten. Mag feuchte Setllen. Meist oberhalb 400m angesiedelt. Auf allen Inseln zu finden ausser Graciosa. Endemisch.
  Enziangewächse (gentianaceae):
    Meerzwiebelartiges Tausendgüldenkraut
      (centaurium scilloides)
Mehrjährige, niedere Pflanze die sich weit ausbreitet. Weisse Blüten im Sommer. Meist oberhalb 400m angesiedelt. Liebt feuchten Boden. Die Unterart massonii gilt als endemisch. Francis Masson hat die Pflanze 1776 gesammelt und als eine der ersten Pflanzen von den Azoren nach England gebracht.
  Süßgräser (graminae):
    Pfahlrohr
      (arundo donax, port.: cana)
Bis zu 5m hohes mehrjähriges Gras mit langen Blättern. Blüht im Herbst. Gedeiht auf vulkanischem, sandigem Boden und wird gerne als Schutz benutzt. Breitet sich schnell aus.
  Johanniskrautgewächse (guttiferae):
    Johanniskraut
      (hypericum foliosum)
Laubbusch bis 50cm Höhe. Blüht auffallend gelb mit bis zu 5cm großen Blüten. Meist oberhalb 400m anzutreffen. Wenig anspruchsvoll. Endemisch.
  Sauergräser (juncaceae):
    .
      (luzula purpureo splendens)
Grasähnliche mehrjährige Pflanze die bis 60cm hoch wird. Meist in Höhen von 500m bis 1.100m anzutreffen. Liebt feuchtes Weideland. Auf allen Inseln anzutreffen ausser Graciosa und Santa Maria. Endemisch.
  Lippenblütler (labiatae):
    Thymian
      (thymus caespititius, port.: erva ursula)
Niedere Pflanze als Bodendecker. Bis zu 6mm lange löffelförmige Blätter. Zarte rosa-weisse Blüten. Wächst bis in höhere Lagen. Selbst am Pico noch anzutreffen. Gedeiht in Felsritzen und auf sandigem Untergrund.
  Orchideen (orchidaceae):
    Kleinblütige Waldhyazinthe
      (platanthera micrantha)
Orchidee mit bis zu 6 Blüten am Stamm. Gelb-grüne Blüten. In Höhen von 200m bis 1.000m anzutreffen, meist aber um 600m. Liebt feuchten Boden in der Sonne bis Halbschatten. Die am meisten angetroffene Orchideenart.
  Knöterichgewächse (polygonaceae):
    Köpfchen-Knöterich
      (polygonum capitatum)
Mehrjährige Pflanze die rasch den Boden bedeckt. Rosa Blüten. Auf Lavaströmen und an Steinmauern anzutreffen.
  Primelgewächse (primulaceae):
    Zarter Gauchheil
      (anagallis tenella)
Mehrjähriger Bodendecker. Rosa Blüten. Wächst am besten um 500m Höhe an feuchten Plätzen oder um Seen herum.
    Gilbweiderich (gelbe Pimpernelle)
      (lysimachia nemorum ssp. azorica, port.: palinha)
Immergrünes Kraut. Anspruchslose Pflanze die oft am Rand von Weiden anzutreffen ist. Wächst am besten um 500m Höhe. Endemisch.
  Hahnenfußgewächse (ranunculaceae):
    Kanaren-Hahnenfuß
      (ranunculus cortusifolius, port.: bafo de boi)
Schöne mehrjährige Butterblume die bis zu 1m hoch wird. Bis zu 30cm lange Blätter. Bis zu 5cm grosse gelbe Blüten. Meist erst oberhalb 500m anzutreffen, auf Flores an feuchten Lagen auch tiefer.
  Rötegewächse (rubiaceae):
    Krapp (Färber-Röte)
      (rubia peregrina, port.: rapa lingua)
Wild wuchernde immergrüne mehrjährige Pflanze. Kleine gelblich-grüne Blüten. Runde schwarze Früchte.


Farne:
  Streifenfarngewächse (aspleniaceae):
    .
      (asplenium marinum, port.: feto maritime)
Häufig in Küstennähe anzutreffen. Blätter werden bis 30cm lang.
  Rippenfarngewächse (blechnaceae):
    Rippenfarn
      (blechnum spicant)
Immergrüner Farn. Gedeiht in Höhen meist ab 300m. Gehört zu den schönsten Farnen der Azoren.
    Wurzelnder Kettenfarn
      (woodwardia radicans)
Bis zu 2m lange Wedel. Gedeiht an feuchten Stellen in Höhen meist ab 400m. Gehört zu den schönsten Farnen der Azoren.
  Baumfarne (dicksoniaceae):
    .
      (culcita macrocarpa, port.: feto do cabelinho)
Bis zu 1m lange Wedel. Gedeiht in Höhen meist ab 150m. Kommt auf allen Insel vor ausser Santa Maria und Graciosa.
  Bärlappgewächse (lycopodiaceae):
    Hexenkraut
      (lycopodium cernuum)
Breitet sich gern über mehrere Meter hinweg aus. Meist oberhalb 400m anzutreffen. Gilt als Pinoierpflanze auf abgetragenen Stellen. Kommt auch um heisse Quellen herum vor. Gedeiht auf allen Insel ausser Graciosa und Santa Maria. Wurde früher zu medizinischem Puder verarbeitet. Inzwischen streng geschützt.
  Königsfarngewächse (osmundaceae):
    Königsfarn
      (osmunda regalis, port.: feto real)
Wächst an feuchten Stellen, auch im Wasser. Auf allen Inseln anzutreffen ausser Graciosa.


Kultivierte Pflanzen:
  Narzissengewächse (amaryllidaceae):
    Amaryllis (Belladonna-Lilie)
      (amaryllis belladonna, port.: beladona)
Mehrjährige Knollenpflanze. Grosse trichterförmige Blüten auf dem bis zu 60cm hohen Stiel im Spätsommer. Meist in öffentlichen Gärten angepflanzt.
  Araukariengewächse (araucariaceae):
    Zimmertanne (Norfolk-Tanne)
      (araucaria heterophylla)
Stattlicher Nadelbaum bis 60m Höhe und einem Stammumfang von bis zu 8m. Überall geschützt und nur mit Genehmigung zu fällen. Toleriert auch trockene Vulkanböden. Durch Blitzschlag gefährdet.
  Geißblattgewächse (caprifoliaceae):
    Großblütige Abelie
      (abelia x grandiflora)
Bis zu 2m hoher Busch mit langen Zweigen. Weiss-rosa Blüten den ganzen Sommer hinweg. Häufig am Strassenrand anzutreffen.
  Liliengewächse (liliaceae):
    Schmucklilie
      (agapanthus praecox)
Mehrjähriges Kraut das in dicken Büscheln wächst und einen starken Wurzelstock bildet.
    Baumartige Aloe
      (aloe arborescens)
Mehrjährige Sukkulente mit bis zu 60cm langen fleischigen Blättern. Blütenstand wird bis zu 80cm lang. Gedeiht an trockenen exponierten Stellen und auch in öffentlichen Gärten.
  Mahagonigewächse (meliaceae):
    Paternosterbaum
      (melia azedarach)
Weit ausbreitender Baum mit breizter Krone. Bis 20cm lange violett-blaue Blüten. Oft als Allee-Baum oder in öffentlichen Gärten gepflanzt.
  Mimosengewächse (mimosoideae):
    Schwarzholzakazie
      (acacia melanoxylon)
Schnell wachsender Baum. Blüht im späten Winter. Gibt ein sehr gefragtes wertvolles Holz ab.
  Myrtengewächse (myrtaceae):
    Eisenholzbaum
      (metrosideros excelsa)
Dichter, immergrüner Baum. Bildet schwere Äste und später auch Luftwurzeln. Wird oft in öffentlichen Gärten oder auf Plätzen gepflanzt.

Färberpflanzen:


– Pastell / Färberwaid:
isatis tinctoria, port.: pastel; Kreuzblütengewächse (brassicaceae)
Die Färberwaid kam vom portugiesischen Festland vom Fluss Douro auf die Azoren. Die an sich anspruchslose Pflanze fand auf den Insel ideale Bedingungen vor. Teilweise wurden sogar die guten Getreideanbauflächen für den Anbau von Pastell geopfert. Ende des 16. Jahrhunderts kam es so fast zu einer Hungersnot. Erst das billigere Indigo aus Brasilien und Indien setzte dem Boom des baleuen Farbstoffs ein Ende.
Die zweijährige Pflanze wird bis zu 1,5m hoch. Sie blüht im zweiten Jahr im Mai und Juni. Die Fruchtkerne mit den ölhaltigen Samen befinden sich in einer Schote. Bereits im ersten Jahr können im Sommer die Blätter geernet werden. Sie werden eingeweicht, zu einem Brei verarbeitet und durch Extraktion wird schließlich der Farbstoff Indigo gewonnen. Der Farbstoff wurde von Azoren vor allem nach Flandern exportiert, aber auch Spanien und England waren Abnehmer.

– Urzela / Orseilleflechte:
rocella tinctoria, port.: urzela
Die Orseilleflechte wächst nur an einzelnen schwer zugänglichen Steilhängen am Meer. Teilweise mußte man sich gefährlich von den Klippen abseilen. Besonders auf Santa Maria und Sao Jorge wurden die Pflanzen mit dem braunen Farbstoff für die Färberei genutzt. Erst chemische Frabstoffe machtem dem Geschäft mit der Urzela ein Ende.
Die Flechte besteht aus einem Pilz und einer Alge, die in Symbiose leben.